Neun Jahre sind vergangen, seit China damit begonnen hat, das sogenannte inoffiziell durchzusetzenHallyu-Verbot(Korean Wave-Beschränkungsanordnung), die Koreas Kulturexporte erstickt hat. Im Jahr 2016 leitete China diese faktische Vergeltung gegen den Einsatz des THAAD-Systems (Terminal High Altitude Area Defense) durch Südkorea ein, indem es koreanische Musikdramen und Filme einschränkte. Infolgedessen wurden Auftritte koreanischer Popkünstler auf dem chinesischen Festland blockiert und koreanische Inhalte von chinesischen Rundfunkplattformen entfernt. Die Schließung von China, Koreas größtem Kulturexportmarkt, versetzte den koreanischen Kulturtourismus- und Konsumgütersektoren einen schweren Schlag.
Gelegentlich tauchten hoffnungsvolle Zeichen auf – etwa die Ausstrahlung koreanischer Dramen und Filme in China oder sporadische Auftritte von K-Pop-Künstlern –, aber jedes Mal ließ der Optimismus schnell nach. China schwieg und die koreanische Unterhaltungsindustrie erlebte wiederholt Zyklen der Vorfreude und Enttäuschung.
Dieses Jahr fühlt es sich jedoch anders an. Insbesondere in der Musikindustrie gibt es deutliche Anzeichen für eine Lockerung des Hallyu-Verbots. Anfang dieses Jahres GirlgroupsZWEIMALUndIVEveranstaltete Fan-Sign-Events in Shanghai. Im April tourte das koreanische Hip-Hop-Trio Homies mit der Sängerin und Schauspielerin Kim durch ChinaJaejoongveranstaltete ein Fantreffen in Chongqing.
Vor allemEPEX– eine K-Pop-Idol-Gruppe, die ausschließlich aus südkoreanischen Staatsangehörigen besteht – hat kürzlich ein Solokonzert in Fuzhou für den 31. Mai angekündigt. Während gelegentlich K-Pop-Künstler ausländischer Nationalität im chinesischen Fernsehen auftraten, ist dies das erste Mal seit neun Jahren, dass eine K-Pop-Gruppe, die ausschließlich aus koreanischen Mitgliedern besteht, seit dem Verbot im Jahr 2016 ein Solokonzert in China gibt.
Das Tauwetter im Hallyu-Verbot kommt zu einem entscheidenden Zeitpunkt für die K-Pop-Industrie. Einst als Avantgarde der koreanischen Welle angesehen, sieht sich K-Pop nun mit der Sorge einer Stagnation konfrontiert. Laut dem Circle Chart der Korea Music Content Association sanken die Verkäufe von K-Pop-Alben im Jahr 2023 auf 93,28 Millionen Einheiten, ein Rückgang von 19,4 % gegenüber dem Rekordwert von 115,78 Millionen im Jahr 2022 – der erste Rückgang im Jahresvergleich seit einem Jahrzehnt.
Dieser Rückgang ist erheblich, da Albumverkäufe bei vielen Unterhaltungsagenturen bis zu 50 % des Gesamtumsatzes ausmachen und oft als Barometer für den globalen Einfluss von K-Pop herangezogen werden.
Trotz des Hallyu-Verbots ist die chinesische K-Pop-Fangemeinde stark geblieben. Chinesische Fans haben die Albumverkäufe durch Massenkäufe über koreanische Fanclubs weiter gesteigert. Während die Gesamtzahl der chinesischen Albumimporte im Jahr 2022 auf 0,9 Millionen sank, stieg sie im Jahr 2023 auf 0,78 Millionen, als Anzeichen für eine Lockerung des Verbots auftauchten.
Im Gegensatz dazu gingen die Exporte nach Japan deutlich zurück. Allein in den ersten beiden Monaten des Jahres 2024 importierte China koreanische Alben im Wert von 0,25 Millionen – etwa 3,5-mal mehr als im gleichen Zeitraum des Vorjahres – und übertraf damit Japan, Taiwan und die Vereinigten Staaten. Wenn das Verbot vollständig aufgehoben wird, könnte China Japan als größten Markt für den Export von K-Pop-Alben überholen.
Das Ende des Hallyu-Verbots signalisiert mehr als nur einen politischen Wandel – es könnte ein Wendepunkt für die K-Pop-Branche insgesamt sein. Selbst unter Einschränkungen behielt K-Pop seine Widerstandsfähigkeit durch Online-Fan-Engagement und treue Fandoms. Nun könnte die Lockerung des Verbots nicht nur den Konsum ankurbeln, sondern auch strategische Impulse für das Wachstum geben.
Allerdings ist eine Rückkehr auf den chinesischen Markt keine Garantie für einen reibungslosen Ablauf. Die politischen Spannungen bleiben bestehen und China priorisiert weiterhin die Entwicklung seiner heimischen Idol-Industrie. Nichtsdestotrotz könnte das Wiederöffnen einer lange verschlossenen Tür für den frischen Wind sorgen, den die Branche braucht. Anstatt sich mit kurzfristigen Umsatzsteigerungen zufrieden zu geben, muss die koreanische Unterhaltungsindustrie langfristige, nachhaltige Strategien entwickeln, um diesen politischen Wandel in einen zweiten Schritt nach vorne zu verwandeln.
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